Realschüler spenden für Afghanistan

Waffeln für den guten Zweck / Mädchen in der Krisenregion erhalten Schulausrüstung

Eine Internetrecherche zum Thema Hilfsorganisationen in aller Welt brachte die zwölf Schüler aus den 8. Klassen des Wahlpflichtkurses Erdkunde auf eine gute Idee. Durch ihren Waffelverkauf in den Pausen sind jetzt rund 200 Euro zusammengekommen. Von dem Geld, das an die Organisation Unicef gespendet wird, sollen vor allem Mädchen in Afghanistan unterstützt werden.

Der Schulbesuch ist für die meisten Kinder und Jugendlichen in Deutschland ganz normal. Nicht so in Afghanistan. In dem von den Taliban bedrohten Land sind heute noch 1,5 Millionen Mädchen vom Grundschulunterricht ausgeschlossen. Ganz den Traditionen verhaftet bleiben sie stattdessen zu Hause und verrichten zum Teil schwere Hausarbeit.

In einer Unterrichtseinheit zum von Kriegen geschüttelten Land Afghanistan sei es auch um den Bezug der Menschen in Deutschland zu den Schicksalen vor Ort gegangen, so die Erdkundelehrerin Frau Kalvelage. „Je tiefer sich die Schüler in das Thema eingearbeitet haben, desto mehr wurde ihnen klar: Afghanistan ist viele Kilometer entfernt, aber trotzdem gehen uns die Probleme dort etwas an", erzählt die Lehrerin der Realschule. So sei bei den Schülern das Bedürfnis gewachsen, die Menschen in der Krisenregion zu unterstützen.

Unicef will mit seinem Engagement in Afghanistan allen Mädchen einen Schulbesuch ermöglichen. Außerdem soll Schulmaterial bereitgestellt und die Lehrerausbildung unterstützt werden. Etwas 40 afghanische Schüler können von der Spendenaktion der zwölf Diepholzer Realschüler zum Beispiel mit Heften und Stiften sowie einer Schiefertafel und einer Tasche ausgerüstet werden.

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Mit viel Eifer verkauften die Schüler des Wahlpflichtkurses Erdkunde der Realschule Diepholz Waffeln in den Pausen. Der Erlös von rund 200 Euro kommt dem Engagement von Unicef in Afghanistan zugute.

Foto: Trubel-Banke