Schüler sind auch am Nachmittag aktiv

Neues Nachmittagsangebot an der Realschule

„Die Schüler müssen beim Judotraining respektvoll miteinander umgehen, sie sollen selbstbeherrscht an die Übungen herangehen und einander unterstützen“ – so beschreibt Michael Fangmann die Voraussetzungen und gleichzeitig die Ziele für die Teilnehmer seines Judokurses. Immer mittwochnachmittags arbeitet der Sportlehrer der Jahnschule in einem rund eineinhalbstündigen Training sowohl mit Schülern seiner Schule als auch mit denen der Diepholzer Realschule.

Die Realschule bietet seit Beginn dieses Schuljahres auch in Kooperation mit anderen Schulen und im Rahmen der offenen Ganztagsschule ein neues Konzept mit vielfältigen Nachmittagsangeboten an.

„Der Bedarf nach Betreuung der Schüler am Nachmittag ist im Verlauf der Jahre stetig gewachsen“, erläutert Realschulleiter Uwe Hofemeister den aktuellen Ansatz der beiden Schulen. Viele Eltern der Schüler ab Klasse fünf kennen die Nachmittagskurse aus den Grundschulen und äußerten daher den Wunsch, dass diese auch an den weiterführenden Schulen angeboten würden. „Unsere bereits existierenden Arbeitsgemeinschaften haben wir jetzt durch neue Kurse ergänzt und deren Abfolge innerhalb einer Woche sinnvoll strukturiert, so dass wir den Schülern ein angemessenes, möglichst breit gefächertes Angebot unterbreiten können“, so Hofemeister.

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Neues Nachmittagsangebot an der Realschule: Sportlehrer Michael Fangmann trainiert mit den Schülern der Jahnschule und der Realschule Judoübungen.
Foto: Realschule Diepholz/Heidtmann

Neben weiteren sportlichen Aktivitäten wie zum Beispiel „Sportspiele“ können die Jugendlichen auch aus Kursen wie Informatik, Band und Bläsergruppe oder einer Theatergruppe wählen. Eine Mofa-AG wird in Kooperation mit der Dr.-Kinghorst-Schule angeboten.

Auch die Kooperation mit einem externen Partner ist bereits erfolgreich angelaufen. Unter der Leitung des Tennistrainers Zenon Rode von der Tennisabteilung der SG Diepholz treffen sich zahlreiche Schüler einmal pro Woche in der Jahnsporthalle zum Tennistraining.

Von Montag bis Donnerstag haben alle Realschüler neben den Arbeitsgemeinschaften außerdem die Gelegenheit, an einer ebenfalls regelmäßig stattfindenden Schulaufgabenbetreuung teilzunehmen. „So wird den Schülern in ganz unterschiedlichen Bereichen die Möglichkeit geboten, sich weiterzuentwickeln und an interessanten und sinnvollen Aufgaben gemeinsam zu arbeiten“, so Uwe Hofemeister.

Wichtig war der Schule dabei vor allem der Ansatz, die Ganztagsschule als freiwilliges Angebot zu vorzubereiten. „Dass jede Familie für sich entscheiden kann, ob ihr Kind am Nachmittag auch in der Schule betreut wird, war auch der Wunsch der Elternschaft“, erläutert Hofemeister. Und diesem Ansatz der offenen Ganztagsschule seien die Verantwortlichen der Schulen gerne gefolgt.

Besonders gefragt seien die AGs und die Hausaufgabenbetreuung derzeit bei Schülern der unteren Jahrgänge fünf bis sieben. „Zurzeit sind wir in der Einstiegs- und Erprobungsphase unseres Konzepts“, sagt der Schulleiter. Die Schule wolle in diesem Bereich nach dem Start des Nachmittagsprogramms jetzt Erfahrungen sammeln und ihre Angebote weiter optimieren.