Erfolgreich bei „Jugend forscht"

Realschüler entwickelt „Barken-Auswurf-Maschine" – Zweiter Platz beim Regionalwettbewerb in Lingen

Der Diepholzer Realschüler Morice Rolappe (13) überzeugte die Juroren beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht" in Lingen. Der Siebtklässler hatte die innovative Idee, die Einrichtung von Baustellenabsperrungen sicherer und zeiteffizienter zu machen. Eine „Barken-Auswurf-Maschine" (BAM) soll das möglich machen.

Die Idee, das Aufstellen von Barken an Autobahnbaustellen sicherer und effizienter zu machen, kam dem Realschüler durch seine Einblicke in den elterlichen Betrieb. Er hatte selbst erfahren, wie schwer diese Barken sind und wie viel Arbeit es kostet, schon eine kleine Baustelle abzusperren. So kam er darauf, dass doch eine Barken-Auswurf-Maschine hier für Sicherheit und Zeiteinsparung sorgen kann. Dazu könnte ein Fahrzeug dienen, mit Hilfe dessen per Förderband die Barken auf die Straße abgesetzt werden. Arbeitskräfte stellen die Barken auf der Ladefläche zusammen und sind dadurch nicht mehr dem gefährlichen Autoverkehr ausgesetzt. Auch das Einsammeln der Barken ist mit seiner Maschine möglich.

Im Rahmen des Wahlpflichtkurses Physik der Realschule nahm er das Projekt auf. Seine Physiklehrerin Anika Flöte reichte schließlich sein Projekt in der Rubrik „Arbeitswelt" beim jährlich bundesweit stattfindenden Wettbewerb „Jugend forscht" ein.
An diesem Wettbewerb nehmen bundesweit mehr als 12000 Schülerinnen und Schüler teil. Davon traten 160 beim Regionalentscheid in Lingen in den Sparten „Schüler experimentieren" oder „Jugend forscht" in verschiedenen Altersgruppen an.

Viel Engagement, Fleiß und vor allem Durchhaltevermögen bewies Morice während der Entwicklungsphase. Beim Bau eines Modells musste er immer wieder Rückschläge verkraften. Durch seine Lehrerin stets ermutigt und unterstützt, kämpfte er sich durch alle Widrigkeiten. Letztlich präsentierte er sein Projekt sehr souverän der Jury beim regionalen Landesentscheid in Lingen.

Mehrere Monate arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an ihren Projekten in den Fachbereichen Biologie, Chemie, Arbeitswelt, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.
Die Juroren in Lingen mussten insgesamt 80 Projekte bewerten. Keine leichte Aufgabe für die Prüfer, die ansonsten in Schule, Wissenschaft und Betrieben tätig sind. Vorab erhielten sie von jeder Projektgruppe eine schriftliche Ausarbeitung. Bei einigen Themen mussten sich die Juroren erst einmal in die Materie einarbeiten.

Schließlich gewann Morice Rolappe mit seinem Projekt einen zweiten Platz in der Kategorie „Arbeitswelt" und zusätzlich noch einen Sonderpreis für Innovation der Firmengruppe „Rosen" in Lingen. Diese Auszeichnungen waren der verdiente Lohn für die Anstrengungen des Realschülers.

Aber nicht nur die Auszeichnungen und Preise sind das Besondere an diesem Wettbewerb. Für Markus Vogel, dem Leiter des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht", ist die Veranstaltung mehr als nur das Vorstellen von wissenschaftlichen und technischen Experimenten. Die bei der Entwicklung der Projekte gewonnenen Fähigkeiten und Erfahrungen seien ebenso wichtig wie die Ergebnisse.
Auch Schulleiter Uwe Hofemeister ist davon überzeugt: „Die Schüler lernen dabei viel über Selbstorganisation, Zeitmanagement und das Präsentieren." Stolz und voller Anerkennung würdigte er das große Engagement und den Erfolg des Siebtklässlers und stellte auch die unterstützende und wertvolle Arbeit seiner Lehrerin Anika Flöte heraus, der es immer wieder gelingt, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, an solchen Wettbewerben teilzunehmen.

 

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Realschüler Morice Rolappe an seinem Stand beim Regionalentscheid in Lingen.

 

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